Mit rund 140.000 Besuchern hat die INTERSCHUTZ 2026 ihre Stellung als weltweit wichtigste Messe für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz untermauert. Vom 1. bis 6. Juni 2026 wurden zentrale Fragen unserer Krisenfestigkeit diskutiert.
Für uns als Verband der Schwesternschaften ist klar: Ein wirksamer Bevölkerungsschutz braucht die Perspektive der Pflege.
Ob Pandemie, Evakuierung, Großschadenslage, Hitzewelle oder länger andauernde Versorgungskrise: Pflegefachpersonen halten die Versorgung aufrecht, erkennen vulnerable Gruppen, sichern Abläufe und bringen ihre fachliche Expertise und praktische Erfahrung aus der unmittelbaren Gesundheitsversorgung ein. Dieses Wissen ist für eine wirksame Krisenvorsorge und Krisenbewältigung unverzichtbar.
Deshalb fordern wir: Pflege muss verbindlich in Krisenstäbe eingebunden werden – auf allen Ebenen. Nicht erst, wenn Strukturen bereits unter Druck stehen, sondern von Beginn an: in Planung, Lagebewertung, Entscheidungsfindung und Nachbereitung.
Präsidentin, Frau Generaloberin Edith Dürr und Verbandsoberin, Frau Cornelia Krause waren in Hannover vor Ort und haben die INTERSCHUTZ besucht. Parallel dazu tagten das DRK-Präsidium und der DRK-Präsidialrat, in denen Fragen des Bevölkerungsschutzes ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Dort bringen sich Frau Generalobern Dürr und Frau Krause aktiv ein, um die pflegefachliche Perspektive und die Expertise der Rotkreuzschwesternschaften in die aktuellen Diskussionen und Entscheidungsprozesse einzubringen.
"Nur wenn Kompetenzen gebündelt und Erfahrungen gemeinsam genutzt werden, können tragfähige Lösungen für eine resiliente Gesundheitsversorgung und einen wirksamen Zivil- und Bevölkerungsschutz entstehen“, so Generaloberin Dürr.
Bevölkerungsschutz ist Teamarbeit – und ohne Pflege ist gesundheitlicher Bevölkerungsschutz nicht vollständig.



