
Wir vertreten die Interessen professionell Pflegender und bringen pflegefachliche Expertise in politische Entscheidungsprozesse auf Bundesebene ein.
Pflege ist ein eigenständiger, hochprofessioneller Beruf – und zugleich ein wichtiger politischer Akteur.
Der Verband der Schwesternschaften vom DRK (VdS) vertritt die Interessen der Rotkreuzschwestern in Gesundheits-, Berufs- und Sozialpolitik. Als politischer Akteur bringt der VdS pflegefachliche Expertise und Praxiserfahrungen in den Dialog mit Politik, Selbstverwaltung und Verbänden ein, um gute Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige und zukunftsfähige Pflege mitzugestalten.
Über seine Mitarbeit im Deutschen Pflegerat e.V. (DPR) und in den Landespflegeräten wirkt der VdS aktiv an pflegepolitischen Entscheidungen mit. Dadurch fließen die Erfahrungen und Anliegen der Rotkreuzschwestern direkt in berufspolitische Positionen und gesundheitspolitische Prozesse ein.

Pflegepolitik aktiv mitgestalten - unsere Rolle im DPR
Über seine Mitwirkung im Deutschen Pflegerat e.V. (DPR) kann der VdS die Positionen der Schwesternschaften direkt in zentrale bundespolitische Entscheidungsprozesse einspeisen.
Der Deutsche Pflegerat (DPR) ist die maßgebliche Interessenvertretung der Pflegeberufe auf Bundesebene und bündelt die Stimmen der Berufsverbände, Fachgesellschaften und weiterer pflegebezogener Organisationen. Er bringt pflegefachliche Perspektiven in gesundheitspolitische Debatten, Gesetzgebungsvorhaben und Strategien zur Weiterentwicklung der Versorgung ein.
Für den VdS und seine Mitglieder ist dies relevant, weil berufs- und verbandspolitische Weichenstellungen – etwa zu Qualifikation, Aufgabenprofilen und Rahmenbedingungen der Pflege – direkt den Arbeitsalltag und die Entwicklungsmöglichkeiten der Rotkreuzschwestern beeinflussen. Durch die organisierte Interessenvertretung gewinnen ihre beruflichen Erfahrungen und Anliegen Gewicht im politischen Raum und fließen systematisch in Positionen, Empfehlungen und gesetzgeberische Prozesse ein.
Unsere Vertreterinnen im Deutschen Pflegerat
Unsere Präsidentin, Frau Generaloberin Edith Dürr, und unsere Verbandsoberin, Frau Cornelia Krause, bringen als Delegierte ihre Expertise im DPR ein; unsere Referentin für Berufs- und Verbandspolitik, Frau Pascale Hilberger-Kirlum, übernimmt zusätzlich Verantwortung als Vizepräsidentin des DPR.

Landespflegeräte – starke Stimme in den Regionen
Politische Interessenvertretung beginnt nicht in Berlin. Sie beginnt in den Regionen. Die Landespflegeräte spielen eine entscheidende Rolle bei der Bündelung regionaler pflegeberuflicher Interessen. Die Landespflegeräte sind in der Regel als multiprofessionelle Gremien aus Vertreterinnen und Vertretern der Berufsverbände der Pflege, weiterer Gesundheitsberufe, sowie zum Teil der Pflegewissenschaft zusammengesetzt. Sie fungieren als zentrale fachliche Ansprechpartner der Landespolitik, von Ministerien, Verwaltungen und Öffentlichkeit in allen Fragen der Pflegeversorgung. Durch abgestimmte Positionierungen, Stellungnahmen und Beteiligung an Anhörungen etc. bringen sie pflegefachliche Expertise in Gesetzgebungs- und Reformprozesse ein und tragen so zur Professionsentwicklung, Qualitätsentwicklung und zur Sichtbarkeit der Pflegeberufe bei.
Die DRK-Schwesternschaften sind als Mitglieder in den jeweiligen Landespflegeräten Teil dieser pflegeberuflichen Organisationsstruktur in den Regionen. Für den VdS ist besonders wichtig, dass Oberinnen von Rotkreuzschwesternschaften in diesen Landespflegeräten aktive Rollen übernehmen und so die spezifische Perspektive der Schwesternschaften direkt einbringen. Dadurch werden die beruflichen Erfahrungen, Werte und Anliegen der Rotkreuzschwestern in die Beratungen getragen und können die Ausgestaltung landesweiter Regelungen, Programme und Initiativen im Sinne professioneller Pflegepraxis mitprägen.
Der VdS gestaltet politische Meinungsbildungsprozesse durch strukturierte innerverbandliche Dialoge, fachlich fundierte Analysen und klare Positionierungen. Innerhalb des Verbandes entwickeln Oberinnen und Schwesternschaften in Gremien, Arbeitsgruppen und Austauschrunden gemeinsame Linien, die ihre Interessen bündeln und zu verbandsweiten Standpunkten verdichten. So entstehen Positionen, die sowohl die berufliche Praxis, Bildung und Führung, die sowohl die spezifische Verbandskultur des VdS abbilden als auch in politische Entscheidungsprozesse eingebracht werden können.
Wir können nur das vertreten, was wir aus der Praxis kennen und können nur das einbringen, was wir von unseren Mitgliedern hören.
Das Jahr 2026 steht bei uns ganz im Zeichen des Dialogs. Im Rahmen unserer Kampagne „Pflege in Verantwortung“ geht es in diesem Jahr um Rückkopplung und Konkretisierung unserer Forderungen. Welche Herausforderungen erleben die Schwesternschaften aktuell? Wo braucht es strukturelle Veränderungen? Wie ist die Stimmung in den Einrichtungen? Wo sehen unsere Mitglieder neue Aufgabenfelder – und wo Hindernisse?

Unsere Präsidentin, Frau Generaloberin Dürr, besucht Schwesternschaften vor Ort, um mit Mitgliedern ins Gespräch zu kommen. So verknüpfen wir berufliche Erfahrungen mit berufs- und verbandspolitischer Meinungsbildung und stärken Partizipation.
Ziele der Dialogreihe