Community Health Nursing stärkt die Resilienz von Menschen, Familien und Gemeinden, indem gesundheitliche Unterstützung frühzeitig koordiniert wird und im direkten Lebensumfeld ansetzt. Community Health Nurses nehmen die gesundheitlichen und pflegerischen Bedarfe im Alltag der Menschen in den Blick und fördern Selbstmanagement, Gesundheitswissen und soziale Vernetzung. Dadurch entstehen tragfähige Strukturen vor Ort, die es Kommunen ermöglichen, auch in Krisen handlungsfähig zu bleiben und Gesundheitsversorgung langfristig zu erhalten.
Angesichts gravierender Versorgungslücken fordert der Verband der Schwesternschaften, Community Health Nursing flächendeckend als regelhaftes Versorgungsangebot mit heilkundlichen Kompetenzen zu etablieren. Innerhalb des Verbandes der Schwesternschaften wurden zwei Modellprojekte an den Standorten Lindenberg und Berlin initiiert, deren Umsetzung wissenschaftlich begleitet wird.

Das neu geschaffene BEEP (Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege) sowie das geplante APN- Gesetz müssen konsequent dazu genutzt werden, die Verankerung von APN-Rollen in das Versorgungssystem voranzubringen. Die Politik ist aufgefordert, neben den gesetzlichen Grundlagen die dauerhafte Finanzierung jenseits von Modellprojekten hierfür schaffen.“
Generaloberin Edith Dürr, Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK e.V.
